30 Sekunden genügen zum Einbruch

„Mit etwas Übung und einfachem Werkzeug benötigt ein Einbrecher nur wenige Handgriffe, um sich Zugang zu einem fremden Zuhause zu verschaffen“, so Günter Bezold. Der Experte und Inhaber der Firma Kunststofffensterbau Bezold aus Plankenfels, die auf die Herstellung von Kunststofffenster spezialisiert ist, kennt die Tricks der Diebe. Er weiß aber auch, wie diese in ihrer Arbeit behindert werden können.

Herr Bezold, welche Kriterien muss ein Fenster erfüllen, um einbruchsicher zu sein?

Es sollte der Prüfnorm DIN EN 1627 entsprechen. Dafür werden unter anderem Pilzkopf-Verriegelungen in Verbindung mit speziellen Sicherheitsschließblechen eingesetzt. Wir empfehlen die Widerstandsklasse RC2.

Muss es immer ein komplett neues Fenster sein?

Bestehende Fenster können mit einbruchhemmenden Fensterbeschlägen nach DIN 18104 Teil 2 nachgerüstet werden. Es lassen sich beinahe alle Fenster- und Türsysteme mit verschiedenen Rahmenmaterialien nachrüsten. Es gibt verdeckt liegende Lösungen, die die Fensteroptik nicht verändern. Mit Nachrüstbeschlägen können unkompliziert und sauber, vor Ort beim Kunden, die Fenster- und Türelemente ausgestattet werden. So kann ein hoher Sicherheits-Standard erreicht werden.

Wann sollten Fenster und Türen nachgerüstet oder erneuert werden?

Es gibt hier keinen festgelegten Zeitrahmen. Sollten allerdings keine Sicherheitsbeschläge vorhanden sein, kann eine Aufrüstung sinnvoll sein. Die neu einzubauenden Elemente sollten vorher von einem Fachmann überprüft werden. Auch bei Mietwohnungen sind ein Neueinbau sowie eine Nachrüstung möglich. Das Gespräch mit dem Vermieter schenkt Klarheit.