Bei guter Sicht über die Straßen

Dunkelheit und Nebel bestimmen das Ende des Jahres und wirken sich auch auf die Sicherheit im Straßenverkehr aus. Vor allem in puncto Licht am Fahrzeug gibt es Nachholbedarf, weiß Jürgen Adelfinger, Niederlassungsleiter beim TÜV SÜD in Bayreuth. Viele Autofahrer sind sich bei der Benutzung der Beleuchtung und der richtigen Einstellung der Scheinwerfer unsicher, meint der Experte.

„Neben funktionierenden Bremsen ist das Licht das A und O am Auto, um sicher an sein Ziel zu gelangen“, so Adelfinger.  „Und das nicht nur dann, wenn es bereits dunkel ist. Im Herbst und Winter sollten die Scheinwerfer auch am Tag eingeschaltet werden, um besser von anderen Verkehrsteilnehmern erkannt zu werden. Bei älteren Autos ohne Tagfahrlicht hilft das Abblendlicht.“ Leuchtet dieses zu kurz, liegt der Fehler häufig bei der Lichtweitenregulierung. Tipp: Befindet sich keine schwere Ladung im Fahrzeug, sollte der Regler auf der Normalposition stehen. Sollte es dennoch Probleme geben, wirft der TÜV SÜD einen Blick auf die Anlage.

Die Straßenverkehrsordnung beachten

Viele Autofahrer, die den Führerschein schon länger besitzen, sind besonders beim Einsatz von Nebelscheinwerfern und Nebelschlussleuchten unsicher. Folgendes gilt es zu beachten: Nur bei Sichtweiten unter 50 Metern und Nebel darf die zusätzliche Leuchte am Heck – also die Nebelschlussleuchte– brennen. Nebelscheinwerfer dürfen hingegen bereits leuchten, wenn Nebel, Regen oder Schnee die Sicht erheblich einschränken. Fahren mit Nebellampen bei klarer Nacht oder am sonnigen Tag ist nicht zulässig. „Die Regeln für die Nebelbeleuchtung sind übrigens von Land zu Land verschieden“, erläutert der Fachmann. Wer ins Ausland reist, sollte sich deshalb über die dort geltenden Bestimmungen informieren.