Die Stühle reichten nicht aus

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung der Initiative „Vorteilhaft leben“

Rund 500 Interessierte der Generation 60plus informierten sich am vergangenen Samstag im Rahmen der Kurier-Initiative „Vorteilhaft leben“. Neben Fachvorträgen konnte man bei verschiedenen Gesundheitstests teilnehmen und persönliche Fragen im Gespräch mit Experten klären. Ein Highlight des Tages war der Vortrag von Dr. Stefan Förster, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin der Klinikum Bayreuth GmbH. Mit seinen Neuigkeiten zu den Themen Krebs und Demenz füllte der Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin den kompletten Saal.

Zusätzliche Stühle mussten aufgestellt werden, als der Mediziner ein neue

s Bildgebungsverfahren mittels PET/CT-Scanner erläuterte, mit dem Anzeichen von Krebs und Demenz deutlich früher erkannt werden können als bisher. Über eine Stunde nahm sich der Experte im Anschluss Zeit, um die Fragen der Besucher unter vier Augen zu beantworten. Am häufigsten wurde sich erkundigt, wie Betroffene an eine Behandlung mit dem Scanner kommen und was Angehörige im Verdachtsfall tun können.

Über großes Interesse durfte sich auch Matthias Krauß von expert Jakob freuen, der gleich mit zwei Präsentationen vertreten war. Vor allem seine Tipps für den Handykauf wurden dabei von vielen eifrig notiert. Später am Tag stellte er verschiedene Sicherheitsvorkehrungen für das Zuhause vor, unter anderem spezielle Rauchmelder für Hörgeschädigte.

Wohnen ohne Barrieren

Das reha team Bayreuth war ganztags mit einem Stand präsent. Die Generation 60plus nutzte die kostenlose Möglichkeit, mittels kurzer elektrischer Impulse die Durchlässigkeit der Venen messen zu lassen. In seinem Vortrag verdeutlichte Wolfgang Zagel vom reha team, wie die eigene Wohnung barrierefrei gemacht werden kann. Zudem stellt er verschiedene Hilfsmittel vor.

Auch im Vortrag von

Florian Naumann von JÖNA Immobilien ging es um die „Barrierefreiheit“. „In Bayreuth gibt es einen akuten Mangel an entsprechendem Wohnraum“, so der Experte. Er forderte: „Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden, damit die vielen Senioren, die auf der Suche nach barrierefreien Wohnungen sind, auch fündig werden können.“

Wie komfortables Wohnen und moderne Pflege in Verbindung aussehen können, zeigte SeniVita. „Die Menschen sind bereits sehr gut informiert und kommen mit konkret

en Fragen zu uns an den Stand“, erklärte Kristin Männche, Marketing-Verantwortliche bei SeniVita. Auskünfte zum Pflegekonzept, aber auch Hinweise zum Kauf der SeniVita-Appartments wurden gerne angenommen. Darüber hinaus war das Interesse für die aktuellen Projekte in der Region ausgesprochen groß.

Welche Unterstützung gibt es?

Was die neue Pflegereform bringt, das verriet Christian Hartmann vom VdK. Er begrüßte die Reform und zeigte auf, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit Betroffene und pflegende Angehörige davon profitieren können. Im Anschluss an das Referat nutzten viele die Chance für ein persönliches Gespräch mit dem Kreisgeschäftsführer. Eines der häufigsten Anliegen: Gibt es eine Bezuschussung bei einem rein hauswirtschaftlichen Bedarf? Dies musste der Fachmann verneinen. Nur in Verbindung mit Hilfsbedürftigkeit beispielsweise bei der Körperpflege oder der Mobilität ist die Eingruppierung in den Pflegegrad I und damit ein finanzieller Ausgleich möglich.

Anwesende, die mit dem Gedanken spielen, sich Hilfe für den Alltag zu suchen, waren am Stand vom Bayerischen Roten Kreuzes richtig. Viele erkundigten sich über das Hausnotrufsystem und den Menü-Service „Essen auf Rädern“. Sowohl die Zubereitung der Speisen als auch die Bestell-Modalitäten wurden besprochen.

 Fit in die nächsten Jahre

Ernährungs- und Gesundheitsexperte Michael Menter, Vitality Company, verriet in zwei Vorträgen, welchen Einfluss der Darm auf das Wohlbefinden hat und wie die Aufnahme von Vitalstoffen verbessert werden kann. Während sich die Damen unter den Besuchern im Anschluss sehr dafür interessierten, wie sie besser aussehen sowie Gewicht reduzieren können, ging es den Herren eher um die körperliche Fitness.

An ihrem Stand und in zwei Vorträgen stellten die Experten von Fischer Optik-Akustik unter anderem Gläser vor, die die Sehleistung beim Autofahren b

eziehungsweise die Arbeit am Computer unterstützen sollen. Für eine Kontrolle der eigenen Werte konnten die Seh- und Hörtests vor Ort genutzt werden. „Am Stand wollten die Besucher vorwiegend wissen, ob ihre Brille noch zu ihrem Sehvermögen passt, vor allem nach Behandlungen des grauen Stars“, so Joanna Stefanski, eine der Verantwortlichen vor Ort.

Hans-Jürgen Moos, Initiator der Initiative, zog nach Ende der Veranstaltung eine positive Bilanz: „Toll, dass so viele Menschen kamen. Das spornt uns an, einen ähnlichen Tag bald auch in der Region durchzuführen.“ Erste Anfragen gäbe es bereits.