Erkrankungen werden häufig zu spät erkannt

Vielen Lymph- oder Lipödem-Patienten werden eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung im Alltag als Tipp für schmalere Beine mit auf den Weg gegeben, denn häufig wird dieses Krankheitsbild mit Übergewicht verwechselt. Hinter der Erkrankung steckt jedoch eine gestörte Fettverteilung des Körpers. Bei einem Lymphödem kann es sich zum Beispiel um eine Folge von Krebs handeln. Das reha team Bayreuth klärt am 25. November zum 3. Bayreuther Lymphtag ausführlich darüber auf. Der Eintritt ist frei.

„Oft entwickelt sich das Lipödem bereits in der Pubertät, bleibt aber bis ins höhere Alter unerkannt – ebenso wie das Lymphödem – da die Betroffenen selbst nicht darüber Bescheid wissen“, so Juliane Hoier, Lymphologische Fachberaterin beim reha team Bayreuth. Dabei sei es wichtig, die Erkrankungen frühestmöglich zu behandeln, um einen Erfolg zu erzielen. „Vollständig heilbar sind sie zwar nicht, aber wir können die Beschwerden für die Patienten minimieren“, so Hoier.

Mögliche Symptome sind:

• Schwellungen der Extremitäten

• schwere Beine, nicht zusammen passende Proportionen, Schmerzen, im fortgeschrittenen Stadium auch erhebliche Bewegungseinschränkungen

Unterstützung der Betroffenen

Um die Bekanntheit der Erkrankungen zu erhöhen, hat das reha team Bayreuth den lokalen Lymphtag ins Leben gerufen und klärt gemeinsam mit zahlreichen Partnern auf. Neben diversen Infoständen zu Kompressionsstrümpfen, speziellem Schuhwerk, Therapien, Brustkrebs, Ernährung und Bandagen sowie weiterführenden Vorträgen, wird auch ein Workshop zur Selbstbandagierung angeboten. Anmeldungen sind unter 0921/7474336 möglich.