Depression und Sozialrecht

Sozialrecht, Ämter und Kostenträger sind schon für einen gesunden Menschen oft schwer verständlich. Patienten mit Depressionen brauchen hier umso mehr Hilfe – wenn möglich in Form von Hilfe zur Selbsthilfe.

Es ist wichtig, die entsprechenden „offiziellen“ Briefe und Fristen ernst nehmen und sofort darauf reagieren. Aus sozialrechtlicher Perspektive ist hier zunächst an die unmittelbare Sicherung der sozialen Existenz und der sozialen Beziehungen zu denken. Dazu gehören u. a. die Voraussetzungen für den rechtzeitige Krankgeldbezug, die Sicherung der finanziellen Existenz, die Versorgung von Kindern und die Unterstützung von Angehörigen, in etwas weiterem Sinne – wenn möglich – auch der (präventive) Schutz von Eigentum und Vermögen. Dauert eine depressive Erkrankung länger als 6 Monate, können Patienten einen Antrag auf Anerkennung einer Behinderung bzw. Schwerbehinderung beim zu ständigen Versorgungsamt stellen. Je nach Grad der Behinderung, der ihnen dabei zuerkannt wird, haben sie Anspruch auf verschiedene rechte und Vergünstigungen.

 

Referent: Christian Hartmann, Jurist, Bayreuth

Kosten: Eintritt frei, Spenden erwünscht

Kooperation: Initiative „Gemeinsam gegen Depression“ Bayreuth; VdK Kreisverband Bayreuth