Im Ernstfall richtig verhalten! Was Opfer von Kriminalität tun sollten

Im vergangenen Jahr wurden im Bayreuther Stadtgebiet 494 Menschen über 60 Jahre Opfer von Kriminellen. „Zu den Delikten gehörten Einbrüche, Diebstahl in der Wohnung sowie auf der Straße, aber auch Betrug am Telefon und im Internet“, erläutert Rainer Peterson, Fachberater bei der Kriminalpolizei Bayreuth. Wie sich das Opfer in diesem Fall verhalten sollte, hänge von der Art der Tat ab.

„Wir haben in Bayreuth drei sehr gut besetzte Wachen, um die Sicherheit in der Stadt zu gewährleisten, doch leider können wir nicht jede Straftat vermeiden“, so Peterson. Im privaten Bereich wurden im vergangenen Jahr 32 Menschen Opfer von Diebstählen. „Hier muss aber der Unterschied zwischen Diebstahl und Einbruch beachtet werden“, so Peterson. „Bei Diebstählen handelt es sich um Straftaten, bei denen die Kriminellen freien Zugang zu den Wohnungen und Häusern hatten – sei es durch offen stehende Fenster oder angelehnte Türen.“ Das rechtfertige das Vergehen zwar nicht, zeige aber, dass viele die Gefahr unterschätzten.

1. Verhalten nach einem Einbruch

Sollte es Dritten gelungen sein, in ein Haus oder in eine Wohnung einzudringen, heißt es: Ruhe bewahren. „Bei eigener Anwesenheit während der Tat sollte man auf sich aufmerksam machen, beispielsweise durch das Einschalten des Lichts. Kommt man erst dazu, sollte man sich zurückziehen“, weiß Peterson. Ist man in Sicherheit: sofort die 110 anrufen. Hilfe ist dann unterwegs. Daraufhin sollte die Versicherung verständigt werden. Aufgehobene Zertifikate, Urkunden und Rechnungen helfen, den tatsächlichen Sachschaden festzustellen. Hat sich der erste Schock gelegt, gilt es, Türen, Fenster und Lichtschächte auf deren Sicherheitsstandard zu überprüfen und gegebenenfalls nachzurüsten.

2. Verhalten nach Betrug im Internet oder am Telefon

Seriöse Unternehmen schicken Zahlungsaufforderungen niemals per E-Mail oder übermitteln diese telefonisch. Auch bitten sie nicht per Telefon oder im Internet um die Aktualisierung der Kontodaten. Mahnungen kommen immer per Post! Deshalb:

1. Ruhe bewahren und auf keinen Fall Geld überweisen oder Daten übergeben.

2. Überlegen, ob man wirklich Kunde des Absenders ist

3. Nicht auf die Nachricht reagieren, das ist die beste Prävention

Wurde unberechtigterweise Geld vom Konto abgebucht, sollte umgehend die Bank verständigt und der Sachverhalt erläutert werden. In vielen Fällen kann der Betrag zurücküberwiesen werden. Zudem ist es ratsam, bei der Polizei Strafanzeige zu stellen.