Kleine Hilfsmittel mit mehr Komfort

„Bei der Frage, wie das Zuhause für die kommenden Jahre am besten umgestaltet werden kann, wird das Badezimmer oft nicht ausreichend berücksichtigt“, weiß Sandra Martin, Expertin beim reha team Bayreuth. Allerdings können schon kleine Veränderungen einen großen Effekt haben und den Alltag erleichtern.

„Ein gut geplantes Bad erhöht die Chance, im Alter sicher und selbstbestimmt in der eigenen Wohnung leben zu können“, so Sandra Martin.  „Doch häufig unterschätzen die Menschen die Auswirkungen, die mit dem Älterwerden zusammenhängen.“ Ziel der Expertin sei daher, ein Umdenken zu bewirken und dafür zu sensibilisieren, dass Hilfsmittel nicht erst dann nötig werden, wenn es bereits zu einem Unfall gekommen ist.

Die Finanzierung für mehr Komfort

„Leider werden nur die Hilfsmittel von den Krankenkassen übernommen, die das Maß des Notwendigen nicht über- schreiten. Es gibt jedoch Fördermöglichkeiten,   beispielsweise über die KfW-Bank“, so Martin. Bei den Förderprogrammen „Investitionszuschuss“ und „Kredit“ handelt es sich um baugebundene Förderungen zur Barrierereduzierung oder um den Einbau von  altersgerechten Assistenzsystemen.

Checkliste: Was darf nicht im Bad fehlen?

Sauggriffe beispielsweise sichern den Stand in Dusche und Badewanne und können auch an Fliesen neben der Toilette angebracht werden. „Zwei weitere  Hilfsmittel,  die im höheren Alter nicht fehlen sollten, sind der Badewannenlifter sowie der Duschsitz“, informiert Martin. „Hier kann es schnell zu Stürzen kommen. Wer Prävention betreiben möchte, ist damit sehr gut beraten.“ Ein sicheres Bad sollte noch dazu über eine ausreichend helle und möglichst schattenfreie Beleuchtung verfügen und Bewegungsflächen von mindestens 1,20 m x 1,20 m vor WC, Waschtisch, Bad und Dusche bieten.

Um ein Gefühl für entsprechende Produkte zu bekommen, können sich Besucher jederzeit unter der Adresse Am Bauhof 11 in 95445 Bayreuth ein Musterbad anschauen.