Kleine Schnitte gegen den Krebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Durchbruch am Klinikum Bayreuth

Für Ivanna Cheshnevska war die Diagnose ein Schock. Vorstufe zum Bauchspeicheldrüsenkrebs. Sie entschloss sich zur ersten minimalinvasiven Entfernung eines Pankreas-Tumors, die jetzt am Klinikum Bayreuth stattgefunden hat.

Es sind nur fünf kleine Schnitte am Bauch. Der kleinste fünf Millimeter, der größte drei Zentimeter. Groß genug aber, um Chefarzt Dr. Oliver Ponsel und Oberarzt Dr. Stephan Brandt von der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Klinikum Bayreuth GmbH erstmals eine laparoskopische Operation zur Entfernung eines zystischen Tumors an der Bauchspeicheldrüse zu ermöglichen. „Der Eingriff ist problemlos und ohne Komplikationen verlaufen. Wir konnten die Milz der Patientin schonen“, sagt Chefarzt Ponsel nach der OP. Die minimalinvasive Therapie ist deutlich schonender für die Patientin als die bislang gängige Methode, bei der ein großer Oberbauchschnitt eine Narbe hinterlässt, die Verwachsungen verursachen kann und die eine längere Regenerationsphase bedeutet. Am fünften Tag nach der für sie lebensrettenden Operation war Ivanna Cheshnevska bereits wieder auf den Beinen.

Das Klinikum Bayreuth ist weiter auf einem guten Weg

„Dieser erste laparoskopische Eingriff an der Bauchspeicheldrüse ist für uns ein großer Erfolg“, sagt Dr. Ponsel. „Wir werden diese Methode weiter ausbauen und künftig verstärkt einsetzen.“ Auch damit sieht Dr. Ponsel das Darm- und Pankreaskarzinomzentrum, dessen Leiter er ist, weiter auf einem guten Weg.

BU: Ivanna Cheshnevska ist glücklich. Sie ist gesund. Chefarzt Dr. Oliver Ponsel (rechts) hat die Vorstufe eines Bauchspeicheldrüsentumors per Schlüssellochmethode entfernt. © Klinikum Bayreuth