Leichte Bedienbarkeit ist das A und O

Mitglieder der Seniorenvertretung bewerten neue Entwicklungen bei Waschmaschinen

 

Innovationen gibt es nicht nur bei Fernsehern und Computern – auch für Waschmaschinen werden immer wieder neue Funktionalitäten entwickelt. Karin Kessel, Sybille Kosky und Karl-Heinz Peters von der Seniorenvertretung der Initiative „Vorteilhaft leben“ haben sich drei Maschinen bei expert Jakob zeigen lassen, die gerade für Ältere interessant sein könnten.

 

Dass Waschmaschine nicht gleich Waschmaschine ist, weiß kaum einer besser als Stefan Melzer von expert Jakob. Seit über 15 Jahren berät er Kunden zur Weißen Ware. Drei Maschinen hat er ausgesucht, die er von den Seniorenvertretern bewerten lassen möchte.

Eine von ihnen ist die Miele WDB 030 WPS für 849 Euro. „Mir gefällt die große Schrift und das übersichtliche Display“, urteilt Karin Kessel schnell. Die Bedienung der Waschmaschine muss für sie selbsterklärend sein. „Ich lese bestimmt keine Anleitung mehr.“ Karl-Heinz Peters, der früher als Ingenieur gearbeitet hat, findet besonders positiv, dass das Gerät in Gütersloh hergestellt wurde – also wirklich „Made in Germany“ ist. Für ihn punktet die Maschine auch durch das 20-Minuten-Express-Programm, das individuell verlängerbar ist, sowie durch die spezielle Schontrommel. Zudem stoppt ein Doppel-Magnetventil bei Leckagen den Wasserzulauf direkt am Wasserhahn und schützt so vor Schäden.

 

Ebenfalls im Check: die Bosch WAT 28690 Exclusiv für 699 Euro. Der Frontlader ist auf eine Menge von bis zu acht Kilogramm ausgelegt, sodass auch Bettwäsche darin Platz findet. Besonders praktisch ist die integrierte Dosierautomatik. „Flüssigwaschmittel und Weichspüler müssen nur einmal aufgefüllt werden und reichen für durchschnittlich 20 Wäschen“, erklärt Melzer. Möglich werde dies durch spezielle Sensoren, die Füllmenge, Textilienart und Verschmutzung messen. Auch ein spezielles Hygieneprogramm, das hohe Temperaturen länger hält, ist integriert. „Mir ist das zu unübersichtlich“, so Karin Kessel. Außerdem blendet die Brillenträgerin der Drehschalter aus Chrom. Auch Sybille Kosky ist skeptisch. „Diese Neuerungen sind für mich persönlich nicht so wichtig“, sagt sie.

 

Ganz anders urteilt sie über die dritte Maschine im Test: die Siemens WM6YH790 Extraklasse für 829 Euro. Die Maschine kann sich mit dem Smartphone oder Tablet verbinden und so auch aus Distanz betätigt werden. „Das wäre was für mich“, ist Smartphone-Nutzerin Kosky begeistert. „Wenn ich mir beispielsweise anzeigen lassen kann, ob der Waschvorgang schon abgeschlossen ist, erspart mir das unnötige Wege.“ Auch Peters ist fasziniert. Da die Maschine kennwortgeschützt ist, eignet sie sich auch für einen Waschkeller in Häusern mit mehreren Parteien. Zusätzlich bietet das Gerät eine Trommelinnenbeleuchtung. Dennoch bleibt sein Favorit die Miele-Maschine, die aufgrund ihrer einfachen Bedienbarkeit auch bei Karin Kessel am besten abschneidet.