Nie war die Chance größer – Krebs und Demenz frühzeitig erkennen

Klinikum investiert in Patientensicherheit

Die Chancen, dass Krebs- und Demenzerkrankungen sehr früh erkannt und behandelt werden, stehen so gut wie nie zuvor. Die Klinik für Nuklearmedizin der Klinikum Bayreuth GmbH verfügt über Nordbayerns modernsten PET/CT Scanner, der krebs- und demenzgefährdeten Patienten Sicherheit gibt. Über zwei Millionen Euro hat das Krankenhaus der maximalen Versorgungsstufe in diese Technologie investiert. Bei der Auftaktveranstaltung der Kurier-Initiative „Vorteilhaft leben“ wird Privatdozent Dr. Stefan Förster, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin, die neuen Diagnose-Möglichkeiten für Krebs- und Demenzerkrankungen ab 14 Uhr in einem Kurzvortrag anhand von aktuellen und konkreten Beispielen vorstellen.

„Ab 50 Jahren steigt die Zahl der Krebserkrankungen an“, sagt Tanja Maisel, Koordinatorin des Krebsregisters Oberfranken. Statistiken des Krebsregisters lassen erwarten, dass in Oberfranken alljährlich etwa 4900 Patienten, die älter als 50 Jahre sind, an Krebs erkranken. Erschreckend: Die Oberfranken bekommen häufiger Krebs und erkranken schwerer daran als Menschen in anderen Regionen, sagt Professor Michael Vieth, Chefarzt des Instituts für Pathologie an der Klinikum Bayreuth GmbH. Dafür sieht Vieth verschiedene Gründe. Ungesunde Ernährung, zu viel Alkohol und die fehlende Bereitschaft zu Vorsorgeuntersuchungen gehören dazu.

Fakt ist: Je früher Krebs erkannt wird, desto besser stehen die Behandlungschancen. „Mit dem PET/CT lassen sich in einer einzigen Untersuchung sowohl kleinste Krebsherde im Millimeterbereich zuverlässig erkennen und präzise lokalisieren, als auch Eiweißablagerungen und Stoffwechselveränderungen im Gehirn von Demenzpatienten sehr frühzeitig erfassen“, sagt der Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin, Dr. Stefan Förster. Nutzen Nummer Eins: Der Einsatz des PET/CT bei Krebspatienten hilft Ärzten bei der Wahl der korrekten Therapie und erspart Patienten zusätzliche, belastende Untersuchungen. Und Nutzen Nummer Zwei: Bereits Jahre, bevor typische Symptome auftreten, kann eine Demenzerkrankung erkannt werden.

Nicht nur die Diagnoseergebnisse werden besser, auch die Untersuchung selbst ist für Patienten jetzt angenehmer. Für eine Ganzkörperaufnahme mussten Krebspatienten früher 60 Minuten ausharren. Jetzt sind es nur noch 15 Minuten – und dies bei deutlich besserer Bildqualität und einer Verringerung der Strahlenbelastung auf etwa die Hälfte. Der neue PET/CT Scanner hat die derzeit größte Geräteöffnung auf dem Markt, was insbesondere Patienten Angst vor engen Räumen zu Gute kommt.

Das Gerät mit dem doppelten Nutzen steht nicht nur für stationäre Patienten bereit. Was das Team von Dr. Förster damit leistet, kommt über das Medizinische Versorgungszentrum für Nuklearmedizin auch Patienten niedergelassener Fachärzte und anderer Krankenhäuser zu Gute. „Seit wird den PET/CT-Scanner in Betrieb genommen haben, hat sich durchschnittliche Patientenzahl fast verdreifacht“, sagt Förster.