Ohne Stolperfallen – Der kostenlose Barriere-Check für die Wohnung

Wer lange in seinem Zuhause leben und sich dabei möglichst selbstständig bewegen möchte, kommt oft nicht an Umbaumaßnahmen vorbei, die das Wohnungsumfeld barrierefrei machen. Doch welche Änderungen sind wirklich nötig und wer unterstützt bei der Finanzierung? Verschiedene Anlaufstellen bieten hier ihre Hilfe an.

Wie die Trendumfrage der Initiative „Vorteilhaft leben“ ergab, interessieren sich 59 Prozent der Befragten für barrierefreies Wohnen. Damit zeigt sich, dass die Generation 60plus die Relevanz einer entsprechenden Wohnungsanpassung bereits erkannt hat, doch zur Umsetzung ist es oft noch ein weiter Weg. „Die meisten fühlen sich noch zu jung, doch sollte man nicht zu spät handeln“, so Wolfgang Zagel vom reha team Bayreuth. „Mit über 60 steigt das Sturz- und Verletzungsrisiko und damit auch die Gefahr, auf Bewegungshilfen angewiesen zu sein. Über Umbauten sollte daher schon mit Mitte 50 nachgedacht werden, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.“

Das reha team Bayreuth ist eine der Stellen, die beim Thema „Barrierefreiheit im eigenen Zuhause“ unterstützen. Bei einem unverbindlichen Rundgang durch die Räume werden problematische Stellen ausfindig gemacht, die beseitigt werden sollten. Dies kann das Absenken von Türschwellen oder Duschzugängen bedeuten oder auch die Vergrößerung von Türdurchgängen sowie die Installation von Rampen.

Zuschüsse für mehr Lebensqualität

„Zu unserem Service gehört auch eine Finanzierungsberatung“, so der Spezialist. Wichtig: Jeder, der bei der Pflegekasse eingestuft ist, kann einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro beantragen. Voraussetzung ist jedoch die tatsächliche Relevanz der Umbaumaßnahmen für die Pflege und Betreuung in den eigenen vier Wänden. Diese wird vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung beurteilt. Kleine Veränderungen, wie das Anbringen von Wandhaltegriffen, können auch von der Krankenkasse unterstützt werden. Ein weiterer Ansprachpartner in Sachen Finanzierung ist der VdK Bayern.