„Was nach einem Einbruch bleibt, ist das, was im Kopf ist“

Rainer Peterson von der Kriminalpolizei Bayreuth ist sich sicher, dass Bayreuth und Oberfranken sehr sichere Regionen sind. Dies liege vor allem daran, dass Menschen oder Autos, die noch nie in einer Gegend gesehen wurden, schneller auffallen als in dichter bebauten Regionen. „Dieses Sicherheitsgefühl führt aber auch zu Fahrlässigkeit.“

Herr Peterson, was sind die häufigsten Fehler, die zu Einbrüchen führen?

Das sind zum einen angekippte Fenster. Oft reichen den Tätern eine lange Schnur und etwas Geschick, um die Fenster von außen zu öffnen. Dafür genügen schon Sekunden. Zum anderen werden Haustüren oft nicht abgeschlossen. Gerade bei kurzer Abwesenheit denken viele, dass dies nicht nötig sei.

Auf Wunsch schauen Sie sich Türen und Fenster in Häusern sowie Wohnungen an und beurteilen sie im Hinblick auf den Einbruchschutz. Was finden Sie vor?

Abschließbare Griffe fehlen fast immer, häufig handelt es sich auch um schlechte Verarbeitungen oder eine fehlende Montage. Entsprechende Prävention wird von der KfW-Bank gefördert.

Wie bin ich im Fall eines Einbruchs versichert?

Das kommt darauf an: War die Haustür abgeschlossen, zahlt die Versicherung in der Regel den Schaden. Hatte der Einbrecher freien Zugang, sieht es schlecht aus. Ich empfehle, von allen Wertsachen Fotos zu machen und Belege sowie Zertifikate gut aufzuheben. Kommt es tatsächlich zu einem Einbruch, hilft diese Vorbereitung, den realen Sachschaden zu bestimmen.

Was bedeutet ein Einbruch für die Psyche?

Ich sage immer „Was nach einem Einbruch bleibt, ist das, was im Kopf ist“. Viele kommen gut mit der Situation zurecht, andere verkaufen ihr Haus, weil sie sich nicht mehr sicher fühlen. Für viele Opfer ist der Gedanke schwer zu ertragen, dass jemand an ihrer privaten Kleidung oder Fotosammlung war.

Wie verhalte ich mich richtig, wenn bei mir eingebrochen wurde?

1. Zunächst sollte man sich vom Tatort wegbegeben. Niemand weiß, ob der Kriminelle noch im Gebäude ist.

2. Aus sicherer Entfernung die 110 anrufen.

3. Keine Gegenstände berühren, bevor die Polizei eingetroffen ist. Das könnte die Spurensicherung verfälschen.