Bei akutem Lungenversagen

Das Team der Klinik für Anästhesie um Chefarzt Prof. Dr. Jörg Reutershan (links) ist bereit: Möglichst viele Patientinnen und Patienten, denen das ECMO-Verfahren hilft, sollen im Klinikum Bayreuth davon profitieren.

Künstliche Lunge am Klinikum im Einsatz

Am Klinikum gibt es seit einem Jahr die Möglichkeit des Lungenersatzverfahrens für besonders kritisch Erkrankte. Jetzt gehen sie den nächsten Schritt: Prof. Dr. Jörg Reutershan, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin an der Klinikum Bayreuth GmbH, und sein Team bieten Kliniken in der Umgebung an, Patienten mit akutem schwerem Lungenversagen nach Bayreuth zu verlegen.

Die Abkürzung ECMO steht für Extrakorporale Membranoxygenierung – für eine Verlagerung der Lungenfunktion auf eine Maschine außerhalb des Körpers des Patienten. Anders als bei einer maschinellen Beatmung, die Luft in die Lunge pumpt und damit selbst zu Schädigungen der Lunge führen kann, übernimmt beim ECMO-Verfahren sieben bis zehn Tage ein Gerät die Anreicherung des Blutes mit Sauerstoff und die Eliminierung von Kohlendioxid aus dem Blut. „Die Organfunktion findet also außerhalb des Körpers des Patienten statt“, sagt Reutershan. „Etwa so wie bei einer Dialyse.“

Das Verfahren schont die Lunge und gibt dem Körper Zeit gibt, die Ursache des Organversagens zu bekämpfen. Akutes Lungenversagen erleiden Patienten aus unterschiedlichen Gründen – Lungenentzündungen und schwer verlaufende Influenza, Unfall- und Operationsfolgen sind die häufigsten.

Expertenkontakt

Chefarzt Prof. Dr. Jörg Reutershan

Klinikum Bayreuth GmbH
Klinik für Anästhesie

Tel: 0921 400-5102
Fax: 0921 400-88 5102

E-Mail: anaesthesie@klinikum-bayreuth.de