Inkontinenz und Beckenbodensenkungen

Ein Thema, das angesprochen werden sollte

Inkontinenz und Beckenbodensenkung betrifft zwar auch junge Frauen, tritt aber im höheren Alter öfter auf. Beides kann im Alltag enorm einschränken, sodass Hilfe erforderlich wird. Dr. Johannes Lermann, Leitender Arzt der Frauenklinik der Klinikum Bayreuth GmbH, kennt die Hintergründe.

Was ist eine Inkontinenz?

„Inkontinenz hat im Wesentlichen zwei Erscheinungsformen. Die Dranginkontinenz, ein gesteigerten Harndrang mit und ohne Urinverlust. Und die Stressinkontinenz mit unfreiwilligem Urinverlust bei Belastung.“

Was kann man gegen eine Inkontinenz tun?

„Leichte Formen der Stressinkontinenz können wir mit Physiotherapie beziehungsweise Biofeedback behandeln. Durch die operative Einlage eines sogenannten Harnröhrenbandes können sehr gute Therapieerfolge erreicht werden. Bei der Dranginkontinenz kommen Physiotherapie, Biofeedback, medikamentöse Therapie aber auch eine operative Korrektur beim Vorliegen einer Beckenbodensenkung in Frage.“

Welche operativen Korrekturverfahren einer Beckenbodensenkung gibt es?

„Dies richtet sich nach dem Alter, dem Grad der zukünftigen körperlichen Belastung, aber auch nach den Wünschen der Patientin. Es existieren Operationsverfahren allein durch die Scheide, über einen Bauchschnitt, zunehmend aber auch per Schlüssellochtechnik (Laparoskopie). Die Frauenklinik verfügt durch die Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion (AGUB) über spezielle zertifizierte Ärzte und bietet alle gängigen Therapie und Operationsmethoden an.“

Beratungstermine können unter 0921 400-755530 vereinbart werden.