Schluss mit dem großen Schnitt

Frauenklinik bietet breites Spektrum an Schlüssellochoperationen an

Der große Bauchschnitt während einer Operation, der oft eine große Narbe zur Folge hat, muss in den meisten Fällen nicht mehr sein. Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, die interimsmäßig von Prof. Dr. Matthias Beckmann und Dr. Johannes Lermann geleitet wird, setzt verstärkt auf Schlüssellochoperationen.„Wir versuchen, alle Patientinnen, bei denen dies möglich ist, minimalinvasiv – also mit einem möglichst kleinen Schnitt – zu operieren“, sagt Dr. Lermann.

Manche gynäkologischen Eingriffe dauern zwar etwas länger, wenn der Arzt minimalinvasiv operiert. „Dafür verkürzt sich der anschließende stationäre Krankenhausaufenthalt aber deutlich“, sagt Dr. Lermann. Sieben bis 14 Tage im Klinikum sind bei einem offenen Bauchschnitt durchaus normal. Bei Schlüssellochoperationen sind es im Durschnitt nur noch drei bis sechs Tage. Und auch die Genesung der Patientinnen verläuft deutlich schneller. Das bedeutet ein baldiges Zurückkehren in den gewohnten Alltag.

Der kleine Schnitt für einen großen Unterschied

Auch die sichtbaren Folgen eines Eingriffs sind komplett andere. „Es ist ein Riesenunterschied, ob eine Frau einen großen Bauchschnitt hat oder nur drei kleine  Einschnitte, die man nach einem Jahr nicht mehr sieht“, erläutert Dr. Lermann. Zudem gehen die Patientinnen mit der neuen Operationsmethode kein erhöhtes Risiko ein. „Wir setzen die laparoskopischen Operationstechniken sowohl im gutartigen wie auch im onkologischen Bereich ein“, sagtDr. Lermann. Die technischen Voraussetzungen sind an der Klinikum Bayreuth GmbH gegeben. Und Dr. Lermann, der von der Frauenklinik der Universitätsklinik Erlangen nach Bayreuth kam, hat einen reichen Erfahrungsschatz. Er ist oberfrankenweit der einzige Gynäkologe mit einer MIC III-Zertifizierung. Diese Zertifizierung entspricht der  höchsten Qualitätsstufe, die die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie zu vergeben hat.